Diagnostische Methoden

Forum zur venösen MS/CCSVI. Themen z.B. "wie hat mein Neurologe reagiert", "kann an Studien teilgenommen werden", "was sind die Resultate meiner Venographie", "wie handle ich jetzt", ...

Diagnostische Methoden

Beitragvon chris » Mi 14. Okt 2009, 19:18

Hallo liebes Forum,

im Dschungel der Diagnostik der venösen MS kann einem schon mal der Überblick verloren gehen :? . Da gibt es MRTs und die verschiedenen Sonderformen wie SWI oder MRV, dann den Ultraschall und auch noch die konventionelle Veno- (oder Phlebo-?) graphie. Hab ich was vergessen?
Ich fände es sehr hilfreich, wenn in diesem Thread systematisch aufgeführt werden könnte, welche dieser Untersuchungsmethoden für welchen Zweck eingesetzt werden. Z.B. ausgehend von einem MRT-Befund: Herde im Gehirn an diesen und jenen Stellen ---> MRT-SWI, um xyz festzustellen, außerdem Ultraschall, um die Anomalien der Jugularisvenen darzustellen, die evtl. verantwortlich sind. Oder: Herde im Halsmark --> Untersuchung mit xyz, um ...
Also quasi ein Leitfaden für den Einzelnen, welche Untersuchungen zu welchem Zweck bei ihm nötig sind/sein könnten.

Besonders spreche ich damit natürlich unseren Fachmann alfonso an, aber natürlich auch alle anderen, die etwas beitragen können.

LG
chris
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Re: Diagnostische Methoden

Beitragvon alfonso » Do 15. Okt 2009, 12:20

Zur Erkennung und Bewältigung der venösen Ursache von MS-Fällen sollte
(1) der Neurologe herausfinden, welche Nervenstrukturen nach der gegebenen Symptomatik betroffen sind;
(2) ein MRI klären,
(a) welche Gehirn- bzw. Rückenmarksstrukturen nachweislich befallen sind,
(b) ob nach Form und Verteilung der Schäden eine venöse Ursache naheliegt;
(3) je nach Lokalisation der Schäden nach venösen Engpässen bzw. Klappenschäden gesucht werden:
(a) entlang der inneren Drosselvenen mit Duplex-Sonographie, MRV wie z.b. als SWI,
(b) entlang der übrigen venösen Drainagen des Spinalkanals mit MRV wie z.b. als SWI oder mit konventioneller Phlebographie)
Je nachdem welcher Teil des Rückenmarks von MS-verdächtigen Schäden betroffen ist, sollten nach dem in http://www.ms-info.net postulierten Pathomechanismus venöser Liquorverdrängungen die über bzw. unter den betroffenen Rückenmarksabschnitten liegenden venösen Drainagen untersucht werden. Wird dagegen ein venöser Stau bzw. Umgehungskreislauf als Ursache der Rückenmarksschäden in Betracht gezogen, interessieren primär die venösen Abflußbahnen des geschädigten Rückenmarksbereichs selbst.
Ob sich ein Kardiologe, Radiologe, Angiologe, Phlebologe, (Gefäß-)Chirurg - oder aber ein einschlägig interessierter Internist, Neurologe oder Allgemeinmediziner der Aufgaben annimmt ist weniger von belang als daß die zu lösenden Aufgaben kompetent bewältigt werden.
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Re: Diagnostische Methoden

Beitragvon chris » Do 15. Okt 2009, 18:51

Vielen Dank für die Aufklärung. Es tut sich ein Weg aus dem Dschungel auf :)

LG
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