Webseite Dr.Haacke

Forum zur venösen MS/CCSVI. Themen z.B. "wie hat mein Neurologe reagiert", "kann an Studien teilgenommen werden", "was sind die Resultate meiner Venographie", "wie handle ich jetzt", ...

Webseite Dr.Haacke

Beitragvon Ulf » Mo 5. Okt 2009, 18:56

Ich glaube, das ist dann doch ein eigenes Thema wert:

http://www.ms-mri.com/index.php

Großartig, mit Video!
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon markuso » Mo 5. Okt 2009, 20:57

Hallo,
Ich habs gleich mal zu meinen Favoriten.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen normalem MRT und dem SWI-MRT
Werden im SWI die Venen besser Angezeigt was ist jetzt da der Vorteil gegenüber dem normalen MRT :?:

Gruß Markus
markuso
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon muse » Mo 5. Okt 2009, 22:32

Hi Markus,
schau mal wegen den einzelnen Begriffen im Glossar nach, das habe ich diese Woche wegen einer aehnlichen Anfrage erst ergaenzt.
Best
muse
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SWI (Susceptibility Weighted Imaging ) suszeptibilitätsgewichtete Bildgebung Bild
suszeptibilitätsgewichtete MR-Bildgebung (SWI) zu einer neuen wichtigen MR-Methode für die Untersuchung des menschlichen Gehirns entwickelt. Beschränkte sich anfänglich die Methode auf die nichtinvasive räumlich hochaufgelöste Darstellung der venösen Gefäßarchitektur, was auch in der ursprünglichen Bezeichnung BOLD-Angiographie zum Ausdruck kam, so reichen die Einsatzgebiete der SWI inzwischen von Anwendungen bei der Untersuchung der venösen Gefäßarchitektur im gesunden und erkrankten Gehirn, über die Detektion von Eisen im Gehirn bis hin zur hochsensitiven Visualisierung von Mikrohämorrhagien, aber auch zur Darstellung funktioneller Änderungen durch Applikation exogener Substanzen, wie Karbogen und Koffein. Die Methode beruht auf dem Vorhandensein unterschiedlicher magnetischer Suszeptibilitäten zwischen verschiedenen Geweben, die einerseits zu einer Phasendifferenz zwischen den Geweben führen, andererseits aber auch einen Signalverlust bewirken. Das zugrundeliegende Prinzip der suszeptibilitätsgewichteten Bildgebung (SWI) ist in der Arbeit von Reichenbach und Haacke (2001) ausführlich dargestellt. Kurz zusammengefasst ermöglicht der Einsatz von flusskompensierten, räumlich hochaufgelösten 3D Gradientenechosequenzen in Einzel- und Multiechotechnik nicht nur detaillierte Informationen über das venöse Gefäßsystem zu erhalten, sondern auch Aussagen über die lokale Hirnfunktion zu gewinnen.
Quelle: Universitaet Jena, Medical Physics Group
CCSVI dx Nov.2009 meine Stenose der Vena jugularis im WIKI Liberation Treatment in NZ/2x Ballon-Dilatation VJl & VJr, Juni 2010, Mai 2010 Anzeige bei Human Rights Commission von NZ erstattet
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon simplex » Di 6. Okt 2009, 23:32

Salut

Das scheint mir ein wichtiger Link zu sein. Ich habe ihn einmal in die Website eingearbeitet: Publikationen, Links, FAQ und News.

@Markus:
So verstehe ich SWI: SWI kommt ohne Kontrastmittel aus und stützt sich auf die Magnetfeldveränderungen, die durch die zu untersuchenden "Stoffe" (Gewebe, Blut, ...) entstehen. Ganz interessant ist hier das Eisen. Eisen kommt im Blut vor. Bei Blockaden gibt es Eisenansammlungen. Es kann neues Blut (mit Sauerstoff, Arterien) und altes Blut (ohne Sauerstoff, Venen) unterscheiden werden. Somit können die z.B. die Venen im Gehirn als 3-D Bild anzeigt werden. "Blutüberläufe" sind erkennbar.

So wie ich das "normale MRI" verstehe können dort Entzündungen angezeigt werden, dabei kann Kontrastmittel eingesetzt werden. Die Details sind mir nicht klar (z.B. T1, T2 oder FLAIR).

Bei CCSVI geht es ja um die Venen und deren Probleme und somit ist SWI genau die gesuchte Methode.

Vielleicht hat jemand eine verbesserte oder präzisere Beschreibung.

Es grüsst,
simplex
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon muse » Mi 7. Okt 2009, 01:38

Liebes Forum,

der Dr. Haacke hat auf seiner Website http://ms-mri.com/ nun auch das genaue Protokoll http://ms-mri.com/protocol.php zur SWI-MRT für ALLE zur freien Verfügung gestellt, einfach irre! :D :D :D Die dafür benötigte Spin-Software kann sich dann jeder Radiologe/Mediziner hier: http://www.mrimaging.com/ runterladen.

Falls ihr in der Nähe von Universitäten, oder Radiologiezentren lebt, schreibt die Leute an, macht Dr. Haacke's Protokoll bekannt, schlagt Studien vor und stellt euch gleichzeitig als Teilnehmer zur Verfügung!
Dr. Haacke ist weltweit eine „Hausnummer“ in der Branche. Ihr braucht also keine Angst zu haben, irgendeinen Herrn Professor aus A, CH oder D, mit „Zweitklassigkeit“ zu belästigen. ;)
Best
muse .......die ihre Emails schon versendet hat 8-)
Zuletzt geändert von muse am Mi 7. Okt 2009, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon Ulf » Mi 7. Okt 2009, 02:02

Noch mehr gute Nachrichten aus den USA und aus dem amerikanischen Forum: die "National Multiple Sclerosis Soviety" - ungefähr das amerikanische Gegenstück zur DMSG hat zum ersten Mal, wenn auch noch sehr abwägend aber durchaus positiv über CCSVI berichtet:

"If confirmed, these findings may open up new research avenues into the underlying pathology of MS, and further research is now underway."

http://www.nationalmssociety.org/news/news-detail/index.aspx?nid=2206

Dort heißt es u.a., dass die Gesellschaft, sofern sich Zambonis Berichte durch weitere Kontrollgruppen bestätigen, auch weitere Forschungen finanzieren wird, zurzeit habe man aber noch keine Anfrage erhalten:

"At the present time, we have not been approached for funding any projects related to CCSVI. If we receive a proposal related to CCSVI that is found to be outstanding and relevant to MS, we would likely commit to fund such a study."

Ich würde mal sagen: Volltreffer und Juhu! - dahinter kann keiner mehr zurück! Jetzt müssen "nur noch" belastbare Kontroll-Studien-Ergebnisse her, dann bekommt Alfonso auch den Charcot. Hoffentlich bewegen sich jetzt auch die deutschen Experten.

Allerdings sagen die Leute von der amerikanischen Gesellschaft auch, man solle sich nicht auf CCSVI testen lassen, ausser man nehme an einer Studie teil. Man spricht von einem "Phänomen", es sei noch nicht klar, ob die Beseitigung der Stenosen hilfreich sei. Das ist natürlich anscheinend widersinnig. Aber eigentlich nicht anders zu erwarten, denn bei so neuen Erkenntnissen und - im Weltmaßstab - so geringen Erfahrungen mit den Operationstechniken wäre es ziemlich fahrlässig, eine Empfehlung auszusprechen, dass alle Patienten zum nächstbesten Venendoktor gehen und sich die Stenosen beseitigen lassen sollen. Immerhin haben bisher nur Zamboni und Dake Erfahrungen mit den Operationen, beide sind sich nicht ganz einig darüber, was die beste Methode ist und ihre Ergebnisse sind noch nicht gründlich publiziert. Jetzt braucht es Forschung ... Forschung .... Forschung.

Zu den anstehenden "Peer-Review"-Kontrollstudien noch eine interessante Information von Dr.Haacke Webseite: Dort wird ein "Protokoll" definiert, mit dem alle Kliniken, die über die nötige Ausstattung (Doppler, MRI, Radiologen, Internet( ;) )) verfügen, eingeladen werden, sich an der Studie zu beteiligen. Darauf kann man alle Kliniken, mit denen man's zu tun hat, aufmerksam machen. Die genaueren Informationen finden sich auf der Seite unter dem Menüpunkt "The Strategy":

http://www.ms-mri.com/protocol.php

Morgen ist übrigens die Konferenz in Bologna einen Monat her - ich finde, dafür sind die Ergebnisse bisher ganz schön ermutigend. Ich glaube nicht, dass es oft vorkommt, dass eine so relativ kleine Gruppe in der Medizin in so kurzer Zeit so viel bewegt.

Gute Nacht

Ulf


PS.: Trotzdem wüsste ich gerne, ob die MS-Kranken auf den Färöer-Inseln auch CCSVI haben/hatten und ob das vielleicht doch auch ansteckend sein kann. Will sagen: trotz aller Begeisterung bin ich weiter dafür, auch gerade die kritischen Fragen zu stellen. :P
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon muse » Mi 7. Okt 2009, 04:21

Trotzdem wüsste ich gerne, ob die MS-Kranken auf den Färöer-Inseln auch CCSVI haben/hatten und ob das vielleicht doch auch ansteckend sein kann. Will sagen: trotz aller Begeisterung bin ich weiter dafür, auch gerade die kritischen Fragen zu stellen.


Lieber Ulf,
ich verstehe ja, dass du auf die Inselsaga gerne eine Antwort hättest. Aber sei doch mal ehrlich, wie soll das denn gehen? Kurzke lebt meines Wissens zwar noch, aber deshalb bekommt man von ihm nach fast 60 Jahren, auch keine klärenden MRI-scans, von den an was auch immer verstorbenen Einwohnern von Färöer nachgereicht, oder?
Die zwei gemachten Autopsien waren ohne Befund. Das ist der einzig wirkliche Fakt. Punkt. Schlimmerweise hält das aber fast keinen der Autoren, irgendwelcher MS-Standartwerke davon ab, auf Bildzeitungsniveau „Pelzmantel beisst Frau“, die Inselsaga gebetsmühlenartig zu wiederholen und der geehrten Leserschaft, am Ende als Tatsache zu verkaufen. :(

Für kritische Fragen, gerade wegen aller Begeisterung, bin ich ansonsten jeder Zeit gerne zu haben!
Ich wünsche mir nichts mehr, als das Prof. Zamboni & friends bei ihrer Forschung & der späteren Publikation der paper, soviel Sorgfalt wie nur irgend möglich walten lassen und das sie „Therapieversager“ bei der Auswertung von Studien etc., ganz besonders unter die Lupe nehmen!!!

Hätte man in den vergangenen Jahrzehnten beim med. Establishment das oberste Gebot jedes Mediziners „First do no harm“ nur etwas beachtet, anstatt wie spielende kids unentwegt EAE-Mäuse zu quälen und die daraus resultierende 30%ige „Trefferquote“ als Freifahrtschein zum Gelddrucken mit den A,B,C & P "MS"-drugs ausgegeben, dann wäre wohl so einiges an Leid vermieden worden und nicht wenige der bereits verstorbenen Betroffenen noch am Leben! :evil:
Auf bessere Zeiten & saubere Forschung!
muse
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon alfonso » Mi 7. Okt 2009, 11:37

Liebe muse, lieber ulf,

tatsächlich wünschte ich mir auch überall sorgfältigere Dokumentationen - nicht nur zu den Autopsie-Befunden der epidemischen Faröer-Saga.
Kostet einiges an Zeit, Energie und Ressourcen bloß an ältere Quellen heranzukommen.

So schauen wir halt - sicher nutzbringender - wieder mehr nach vorne. Und hier sind die von Prof. Haacke gebotenen Möglichkeiten gewaltig.
Hoffe, sie werden auch in Ferrara und Stanford genutzt.

alfonso
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon Ulf » Do 8. Okt 2009, 00:06

alfonso hat geschrieben:schauen wir halt - sicher nutzbringender - wieder mehr nach vorne. Und hier sind die von Prof. Haacke gebotenen Möglichkeiten gewaltig.
Hoffe, sie werden auch in Ferrara und Stanford genutzt.

alfonso


Auf der Seite von Professor Haacke ist auch ein Link zum Spenden. Man kann das Projekt via PAYPAL unterstützen. Und man kann das allen CCSVI-Interessierten weitersagen ;) Ich finde das sehr sympathisch, dass die nicht lange auf auf die Bewilligung von Fördermitteln warten, sondern sich direkt an die Arbeit machen!
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Re: Webseite Dr.Haacke

Beitragvon muse » So 11. Okt 2009, 11:37

bump. ;) Auf der Website von Professor Haacke ist dann wie schon anfangs erwähnt, auch noch das link: http://www.ms-mri.com/video.php, wo man sich dann alles auch auf Video anschauen kann.
Best
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