Rindfleisch in Zürich wies 1863 erstmals auf die pathologischen Veränderungen an den Gefässen hin ("ihre Wandung ist durch eine Anhäufung von Kernen und Zellen in der Adventitia enorm verdickt") und nahm ätiologisch "häufig wiederkehrende oder langanhaltende mit Hyperämie verbundene Reizzustände der gesammten Centralorgane" als Primärereignis und die Parenchymveränderungen als Sekundärphänomen an: "Die Neuroglia macht in Fortsetzung der formativen Reizung von den Gefässwänden auf die Nachbarschaft eine Reihe von Metamorphosen durch. Dieser Prozess trägt durchaus den Stempel des Kümmerlichen."
Zitiert aus Kapitel 1 Historische Übersicht, Seite 17, Jürg Kesselring, Ludwing Kappos et. al, Multiple Sklerose, aus der Reihe Psychiatrie, Neurologie, Klinische Psychologie, Grundlagen - Methoden - Ergebnisse, T. Brandt et al. (Hrsg.), Verlag W. Kohlhammer, 4. Auflage, 2005